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Dr. Babak Sobhian
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Gastroskopie (Magenspiegelung)

Bei der Magenspiegelung, die in etwa 10 Minuten dauert, beurteile ich Zustand der Speiseröhre und des Magens und entnehme einige kleine Gewebsproben, die von einem Pathologen untersucht werden.
Etwa eine Woche nach der Untersuchung teile ich Ihnen Ergebnis des Befundes mit und wir besprechen die notwendige Therapie.

Oft sind Bakterien (Helicobacter pylori) die Ursache für Magenschmerzen oder -geschwüre. Diese können durch die Gastroskopie festgestellt und mit einer Antibiotikatherapie behandelt werden. Außerdem kann ich Ihnen gezielte Tipps für Ihre Ernährung geben.


Vorbereitung

6 Stunden vor der Untersuchung dürfen Sie weder essen, noch trinken. Lebenswichtige Medikamente (wie etwa Herzmittel) dürfen mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.
Blutverdünnende Mittel (z.B. Thrombo ASS, Marcoumar, Plavix) müssen 7 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden (die Blutungsgefahr wäre sonst bei Entnahme der Gewebsproben zu groß).
Bitte nehmen Sie eine Liste Ihrer Medikamente (und Allergien) zum Erstgespräch mit, bzw. halten Sie Rücksprache mit Ihrem behandelnden Internisten oder Arzt für Allgemeinmedizin.

Ein aktueller Gerinnungsbefund (nicht älter als 14 Tage), den Sie in jedem Labor oder oft auch bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen können, gibt mir Auskunft über die Blutungsgefahr und ist bei der Untersuchung bitte mitzubringen.
Möchten Sie eine Beruhigungsspritze, wäre es gut, wenn Sie in Begleitung kommen, Autofahren ist danach für 24 Stunden verboten, ebenfalls das Bedienen von Maschinen.

Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, unangenehm ist lediglich der Würgereiz beim Einführen des Endoskops, doch auch der kann durch einen betäubenden Spray, der von mir eingesetzt wird, weitgehend unterdrückt werden.
Meine Assistentin ist eine erfahrene, diplomierte Endoskopieschwester, die Ihnen ebenso zur Seite steht, Sie anleitet und unterstützt.


Wann & warum?

  • wiederkehrende Magenschmerzen (Völlegefühl, Übelkeit, Druck/Krämpfe in der Magengegend/Oberbauch)
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, plötzliche Abneigung gegen Fleisch- und Wurstwaren
  • wenn sich bei einem Test auf okkultes (verstecktes) Blut bei einer Stuhlprobe/Untersuchung zeigt, dass Sie Blut über den Magen-/Darmtrakt verlieren
  • Anämie (Blutarmut)
  • saures Aufstossen, Sodbrennen (Reflux) – dies könnten Hinweise für einen Zwerchfellbruch (Hiatushernie) sein und sollte mittels Magenspiegelung abgeklärt werden
  • Schluckstörungen


Gastritis

Unter einer akuten Gastritis versteht man die plötzlich auftretende Entzündung der Magenschleimhaut.
Ursachen: erhöhte Stressbelastung, Ernährungsfehler, Alkohol, Nikotin, Koffein, Aspirinpräparate

Besteht die Entzündung über einen längeren Zeitraum bzw. ist sie immer wiederkehrend, spricht man von einer chron. Gastritis, oftmals verursacht durch Bakterien (Helicobacter pylori), Alkohol(ismus) oder die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie zB. Aspirin, Voltaren oder auch Cortison.

Chronische Entzündungen können einen Schleimhautdefekt, ein sogenanntes Geschwür (Ulcus) verursachen, das wiederum zum Entstehen von Magenkrebs beitragen kann.
Durch das antibiotische Eliminieren des Helicobater pylori konnte das Entstehen und Wiederkehren eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüres in den letzten Jahren deutlich reduziert werden.

Therapie: Oft reicht ein Vermeiden der auslösenden Noxe (Giftstoffe) wie Kaffee, Alkohol, Fette oder Nikotin oder das Umstellen auf andere Schmerzmedikamente (statt NSAR) aus.
Falls nicht, kommen filmbildende (schleimhautschützende) oder magensäurehemmende Medikamente zur Einsatz.
Wurden bei Ihnen Bakterien als Ursache festgestellt, wird eine sog. Eradikationstherapie begonnen, d.h. eine Kombinationstherapie 2er Antibiotika und eines Magenschutzes (Tabletten).
Außerdem habe ich ein informatives und hilfreiches Merkblatt für meine Patienten zusammengestellt.


Magenkrebs

Risikofaktoren: hoher Alkohol- und Nikotinkonsum, erbliche Vorbelastung, chronische Magenentzündungen. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen.
Symptome: oft sehr unspezifisch wie

  • Druck- und Völlegefühl im Oberbauch
  • Abgeschlagenheit
  • Gewichtsverlust
  • plötzliche Abneigung gegen Fleisch- und Wurstprodukte

Deswegen oft erst sehr späte Diagnosestellung, da die Patienten meist sehr spät einen Arzt aufsuchen.

Therapie: richtet sich nach

  • Tumorgröße und Ausdehnung
  • Sitz des Karzinoms
  • Histologischer Typ
  • Allgemeinzustand des Patienten

und macht eine Operation, und/oder Chemo- oder Strahlentherapie notwendig, die individuell mit Ihnen besprochen werden muss.

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